Acht typische deutsche
Krankenhäuser im Verbund
zu QM

  Fokussierte, qualitätsfördernde und qualitätssichernde Maßnahmen erlebten wir bisher als wenig erfolgreich. Ungenügend waren die grundlegende Akzeptanz und mangelnde individuelle Voraussetzungen der meisten Mitarbeiter. Aufgrund dieser Erfahrungen schlossen sich acht Krankenhäuser in Bayern zu einem Verbund zusammen und bewarben sich 1997 zur Teilnahme am Demonstrationsprojekt "Einführung von UQM" des Bundesministerium für Gesundheit.
Innovativer Weg Die Krankenhausleitungen entschlossen sich, den Weg des Umfassenden Qualitätsmanagements gemeinsam zu gehen, um Synergien zu nutzen. Innovativ an unserem Projekt ist die konsequente Selbstbefähigung durch verbundeigene, interdisziplinäre und hierarchieübergreifende Schulung von Mitarbeitern. Darauf aufbauend erfolgte die Selbstbeurteilung durch Assessment und Fortführung des Projekts nach dem EFQM-Modell. Erklärtes Ziel war und ist die Einrichtung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP).

Durch die abgestimmte Ausbildung und Vorgehensweise war von Anfang an ein außergewöhnlich guter, freiwilliger Informationsaustausch gewährleistet. Dadurch war es uns auch möglich, ohne Angst vor Wettbewerbsnachteilen oder ungewollter Transparenz, voneinander zu lernen. Die Individualität jedes Krankenhauses im Verbund wurde stets gewahrt, die Weiterentwicklung insgesamt und die des QM im besonderen wird aber positiv verstärkt

Mitarbeiter- und
Organisationsentwicklung

Coaches fördern hierzu nötige abteilungs- und berufsgruppenübergreifende Teamstrukturen. Führungskräfte entwickeln mit deren Unterstützung neue Fähigkeiten der Mitarbeiterentwicklung und Organisationsgestaltung zum Vorteil unserer Patienten.
Konfliktmanagement
und Erfolgsfaktoren

Zu erwartende Konflikte und Widerstände, die in der Planung oder später während der Umsetzung auftreten, dürfen weder verdrängt, ignoriert oder umgangen werden.

Eine professionelle Aufarbeitung erfolgt über im Konfliktmanagement besonders trainierte Mitarbeiter, sogenannte Prozessbegleiter (Coaches) und/oder durch den punktuellen Einsatz von externen Spezialisten. Weitere Multiplikatoren (Moderatoren, Qualitätsmanager, Qualitätsberater) konnten wir durch eigene Kraft intern ausbilden.

  Die Gemeinsamkeit und der Rote Faden unseres Konzeptes ist somit:
"Ein gegenseitig voneinander lernender Verbund von Krankenhäusern",
der Synergien der vorhandenen Ressourcen effektiver nutzt und dadurch die Patienten- und Mitarbeiterzufriedenheit kontinuierlich ("Kontinuierliche Veränderungsprozesse = KVP) erhöht.

Gerade auf solche Synergieeffekte kommt es in der heutigen Zeit der "knappen Finanzmittel" und sich ständig verändernder "Rahmenbedingungen" an.

Verfasser: Hans-Peter Leissle, Verbundkoordinator